#59 Vom Acker auf den Teller – Regionale Bio-Wertschöpfung neu denken | Florian Rohlfing
Shownotes
In dieser Folge „Insider Interview“ spricht Moderatorin Jasmin Amsel mit Florian Rohlfing über die spannende Welt der Ökomodellregionen und darüber, wie regionale Bio-Lebensmittel ihren Weg vom Acker bis auf den Teller finden.
Florian gibt persönliche Einblicke in seinen Werdegang und erzählt, wie ihn seine Kindheit bezüglich Selbstversorgung und Landwirtschaft geprägt hat. Heute arbeitet er als Projektmanager der Ökomodellregion im Kreis Minden-Lübbecke und setzt sich dafür ein, den Ökolandbau in der Region zu stärken, Netzwerke aufzubauen und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu entwickeln.
Gemeinsam beleuchten sie die Herausforderungen und Chancen regionaler Lebensmittelversorgung: Warum gibt es trotz vieler Bio-Betriebe noch Hürden bei der Vermarktung? Welche Rolle spielen Gastronomie und Food-Service-Unternehmen wie Windmann dabei? Und was braucht es, damit Produkte wie Kartoffeln, Fleisch oder Gemüse nicht nur regional produziert, sondern auch regional verarbeitet und konsumiert werden? Die Folge zeigt, wie viel Potenzial in regionalen Strukturen steckt und warum es sich lohnt, genauer hinzuschauen, wo unser Essen eigentlich herkommt.
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00:00:11: Hallo und herzlich willkommen
00:00:12: zum Windmann-Podcast Insider Interview.
00:00:17: Heute darf ich, Jasmin Amsel, darf ich Florian Rolfing interviewen meine Güte von der Ökongodellregion?
00:00:26: Und es geht so umso viel mehr.
00:00:29: wir hatten eben ein kurzes Vorgespräch geführt um mich so ein bisschen mehr abzuholen und vielleicht für mich die eine oder andere Frage noch zu klären.
00:00:41: Gerne heute hier im Interview mit mir über deinen Warum und dein Job.
00:00:47: Und über die Ökomodellregion zu sprechen, also stell ich gerne vor und auch was du machst?
00:00:55: Was ist das überhaupt?
00:00:56: Und was bedeutet das und was steckt dahinter?
00:00:58: Ja, gerne erst mal Danke für die Einladung.
00:01:01: Ich bin Florian Rolfing.
00:01:02: Ich arbeite für den Kreis von Lübecke in der ökomodell-Region Mindenlöbecke.
00:01:11: Die Öko-Modellregionen sind ein Förderprojekt des Landes NRW und am Ende geht es darum, dass wir schauen wie können in der Region den Ökolandbau entwickeln.
00:01:23: Das heißt nicht nur das wir auf die Landwirtschaft schauen also wie können wir die Betriebe hier vor Ort unterstützen oder weiterentwickeln sondern wie schaffen wir Vernetzung im Kreisgebiet und darüber hinaus und vor allem wie entwickeln wir Wertschöpfungsketten?
00:01:39: Da kommt dann die Gastronomie ins Spiel, dass wir sagen Gastronomie, Großküche alle sind auf der Suche nach tollen Produkten aus der Region und manchmal auch sogar nach tollem Produkten von der Region, die eine Bio-Zertifizierung haben.
00:01:53: Und wie schaffen wir es?
00:01:55: Dass diese Produkte, die unsere Bauern hier in der Region produzieren, am Ende auf dem Teller landen.
00:02:01: Das ist ein Stück weit unser Job zu schauen was Auf dem Weg dahin nötig, was braucht es und wie können wir das entwickeln?
00:02:10: Und ja in diesem Job arbeite ich jetzt seit dreieinhalb Jahren.
00:02:14: Das macht großen Spaß!
00:02:15: Wir haben ein tolles Netzwerk im Kreis Manelöker geschaffen.
00:02:18: Ich bin immer wieder happy wenn ich so sehe was für Produkte auch schon auf den Markt gekommen sind oder wie sich einfach der Ökolandbräuch entwickelt.
00:02:29: Ich hoffe ich bin zwischendurch mit meinen Fragen nicht zu stumpf oder zu pieksig.
00:02:32: aber ich frage sie jetzt einfach mal... Wir haben das ja nicht so komplett runtergerattet, schon vorgearbeitet in Anführungsstrichen.
00:02:38: So dass du Frage XY sofort vorliegen hattest oder hast?
00:02:44: Wir haben eben kurz darüber gesprochen und ich finde es auch gar nicht so unwichtig für Menschen die vielleicht gar nicht im Thema sind, dass du einmal sagst wie bist überhaupt dahin gekommen darüber nachzudenken diesen Job zu machen oder eine andere Art von Landschaftsbau, dass es das eigentlich geben müsste.
00:03:05: Also nehmen wir uns mal mit einer Geschichte.
00:03:09: Warum?
00:03:09: Was war dein Gedanken dahinter?
00:03:12: Dafür jetzt so loszugehen, dafür so zu brennen.
00:03:15: Okay dann fange ich jetzt aber wirklich ganz vorne an.
00:03:17: Da bist du jetzt alle durch also als ich Kind war hat meine Großaltern zu Hause noch ein Gemüse geraten und es war selbstverständlich, dass wir vom Kartoffel bis Grünkohl, Rosenkohl und Salaten und Radieschen und Zwiebeln alles im Garten haben.
00:03:31: Es gab dann ein großes Gewächshaus, sodass wir dann Automaten hatten.
00:03:35: Diese Selbstversorgung stand bei uns schon immer sehr am Fokus.
00:03:39: Meine Großeltern haben bis zuletzt ... Ich glaube sie waren einer der letzten in Löhne vielleicht sogar noch größeren Kreis.
00:03:46: Wir hatten bis zur letzten Hausschwein und haben selber geschlachtet also schlachten lassen aber dann selbst gewurzt zu Hause.
00:03:52: Und das ist halt auch was ich als Kind mitgenommen habe.
00:03:55: Also ich bin damit groß geworden letztendlich Stück kurzer zu kochen oder ja zur Wurst.
00:04:01: und diese Verbindung zu Lebensmitteln, die habe ich nie so richtig verloren.
00:04:06: Und hab mich aber immer gefragt wie ist da irgendwie mein richtiger Weg auch beruflich damit umzugehen?
00:04:11: Und mich hat Landwirtschaft schon immer interessiert.
00:04:14: Es war schon immer... Ich fand früher Tracker ganz toll und was man halt als Junge ausso... Oder nicht nur als junger Mädchen genauso.
00:04:21: Aber als jung Mensch auch irgendwie so spannend findet und bin nach dem Abi erst den Umweg über die Polizei gegangen.
00:04:28: Ich habe ganz schnell gemerkt, das ist es nicht.
00:04:30: Und zum Glück ein guter Freund jetzt noch von mir ist in der Landwirtschaft aktiv und meinte dann ich studiere die Landwirtschaft in Göttingen wäre das nicht auch was für dich?
00:04:40: Und drei Monate später hatte ich mich eingeschrieben und habe dann in Götttingen Landwirtschaft studiert und zwar gar nicht erstmal mit einem Plan einfach sondern weil mich das Thema interessiert hat.
00:04:54: natürlich muss man dann aber als junger Mensch, der auch keinen Hof im Hintergrund hat und auch nicht irgendwo in der Familie Landwirtschaft betrieben wird.
00:05:03: Sich überlegen was macht man damit?
00:05:05: Und für mich hat sich durch verschiedene Praktika gezeigt dass so dieser Weg des Ökolandbaus einer ist der irgendwie sehr gut zu mehr passt.
00:05:13: Ich habe da an den Herfford auf dem Video von Maya Arendt lange Zeit gearbeitet und auch gewohnt und über diesen Hoch sehr viel über Ökelandbau Produkte im ökologischen Bereich erfahren und ja, so hat sich der Weg dann irgendwie weitergeeignet.
00:05:30: Also ich bin über mehrere Stationen dann irgendwann in dem Biolandverband gelandet und habe da das erste Mal zu diesem Bereich außerhalb der Landwirtschaft.
00:05:40: also was kommt alles danach?
00:05:42: Verarbeitung Logistik Handel aber auch Gastronomie die dann diese Produkte verarbeiten, in den Handel bringen oder auch verkochen.
00:05:50: Und das waren so meine ersten Berührungspunkte mit allem nach der Landwirtschaft und das habe ich total spannend gefunden weil ich auch einfaches Spannend finde was kann aus dem Produkt werden?
00:06:00: Wer produziert diesen ganzen Produkt?
00:06:02: Wo kommen die her?
00:06:03: Wo kommt die Rohstoffe her?
00:06:06: So hat sich ein bisschen der Weg geäbt und am Ende gab es einen Förderprojekt hier im Kreis Menü Löwecke aus dem kreis her fort also gebürtig einen oder gewohnt als kind in löne.
00:06:18: geboren bin ich im wat öhnausen und da wohne ich tatsächlich jetzt auch an wat öhnhausen.
00:06:21: Und ja so konnte ich irgendwie ökolandbau direkt vor meiner hauste entwickeln, das war einfach ein tolles gefühl auch und irgendwie hat für mich eine perspektive gehabt und deswegen bin ich jetzt in diesem projekt tätig und kann sagen dass das schon sehr sinnstiftender job ist.
00:06:37: man hat irgendwie das Gefühl der Region was Gutes tut, den Menschen hier was Gudes tut und auch noch den Unternehmen vor Ort sie unterstützen kann.
00:06:47: Ja!
00:06:48: Und so bin ich da wo ich bin und bin glücklich da wo Ich Bin.
00:06:51: Das ist
00:06:51: schön.
00:06:52: ja also... Ja bio ist wichtig und auch der nachhaltige Anbau ist wichtig.
00:06:57: hatten wir fürhin schon mal kurz oder das habe ich so weit schon einige Male verstanden dass irgendwann ist sonst die Erde oder der Acker ja dann auch Mal von den Nährsteffen usw.
00:07:08: nicht mehr so gut ne?
00:07:09: wenn man es an das Rand hakt vielleicht.
00:07:11: Du hattest das eben angesprochen, also die Verbindung kam ja jetzt auch schon zu Windmann falls sich der eine oder andere jetzt fragt, warum bist du bei uns im Podcast?
00:07:20: Aber natürlich weil es nicht ganz unwichtig ist das so ein bisschen nach draußen zu präsentieren und zu erzählen und bekannt zu machen finde ich das Thema.
00:07:30: aber wie kam's zur Verbindung zu uns?
00:07:34: beziehungsweise wir unterstützen euch ja mit tätig, dass wir da irgendwie mit unterstützen können oder einen Weg finden.
00:07:44: Was du ja auch tust oder mit Freude tust?
00:07:48: Wie hast du es vorhin genannt?
00:07:49: vom Akats und Tenner ist das Kredo quasi, oder?
00:07:52: Genau so ist es.
00:07:53: Ja, wie ist die Verbindung zu Windmann entstanden?
00:07:55: also ganz klassischerweise letztendlich über eine Veranstaltung über der Vernetzungsveranstaltung und der ich ja aus dem Dienstag von euch den Lars bzw.
00:08:08: Wie nennt er sich?
00:08:08: Nachhaltig, Berater für Nachhaltigkeit und Digitalisierung glaube ich.
00:08:11: Kennengelernt hab' und ja wir einfach über Windmann gesprochen haben.
00:08:17: Ich habe eine persönliche Verbindung zu Windmann aus meiner Schulzeit.
00:08:21: Da habe ich schon mal Windmann gearbeitet.
00:08:22: deswegen war da irgendwie...schau mal naja ich wusste zumindest von was er redet sagen das mal so und am Ende ist es für uns als Öko-Modellregion hochspannend hier Kooperationen in diesem Bereich Food Service zu haben.
00:08:34: denn Wenn wir in die Großküche wollen, wenn wir in den Gastronomie wollen dann muss die Logistik dahinter funktionieren.
00:08:40: Und wir können einfach nicht erwarten dass der Gastronom die Gastronomin morgens drei Stunden durch die Gegend fährt und seine Produkte auf den Hürfen zusammensucht und dann den ganzen Tag noch an der Küche verbringt um abends um besten Fall vor Mitternacht das Restaurant zuzuschließen.
00:08:57: so das funktioniert nicht und gleichzeitig funktioniert es für die Landwirtin und Landwirte nicht.
00:09:04: So sagen wir bringen die Wagen raus, also dass diese Mikrologistik ist einfach ein großes Problem weil sie einfach teuer ist.
00:09:12: Und ehrlich gesagt auch nicht so wirklich ökologisch und deswegen brauchen wir jemanden dazwischen der das kann.
00:09:19: Das sind Unternehmen aus diesem Radfutservice, das ist Windmann, das sind andere Unternehmen die hier im Kreisgebiet unterwegs sind.
00:09:26: Und für uns als Ökomodärregion ist es ja ein super Hebel, wenn wir sagen naja wir schaffen es.
00:09:31: Ein paar unserer Betriebe quasi in das Sortiment dieser lokalen, lokalem Food Service Unternehmen reinzubringen damit dann letztendlich der Zugriff für die Restaurants auch viel einfacher wird weil sie die Ware aus der Region schon darbestellen können wo sie sowieso einkaufen und nicht erst noch einen gesonderten Lieferweg irgendwie geschaffen werden muss um dann die Waren von regionalen Anbietern zu bekommen.
00:09:56: Du hattest vorhin schon mal Ansatzweise so ein bisschen erzählt.
00:09:59: Also wie viel... ich weiß nicht, vielleicht kann sich das der eine oder andere ja auch gar nicht so vorstellen?
00:10:02: Wie viele Bio-Höfe gibt es überhaupt im Kreis mit einem Lübecker.
00:10:06: und was haben die letztendlich?
00:10:08: Sagen wir mal, was weiß ich?
00:10:09: Wir haben vielleicht von fünfzig Betriebenes jetzt nochmal so Salopp gesagt.
00:10:12: Ein Beispiel nur!
00:10:14: Vielleicht zwanzig oder fünfzehn, die wirklich rein Kartoffeln machen.
00:10:18: und aber irgendwie, wir haben richtig coole Kartoffel auf dem Höfen, aber wir kriegen sie nicht raus Aus verschiedenen Gründen, also da fängt es ja schon mit an.
00:10:27: Also wie viel Höfe gibt es und was haben die so überwiegend für Herausforderungen?
00:10:30: oder was sind so deine... Ja ein zwei drei Hauptaufthemen gerade, die du irgendwie ein bisschen koordinieren darfst?
00:10:37: Oder gucken darfst das du sie vernetzt bekommst mit den Leuten?
00:10:41: Also wir haben im Kreis meiner Wirkung tatsächlich fünfzig, circa fünfzig.
00:10:45: Das ist immer so etwas schwankend aber so roundabout.
00:10:48: fünfzig Biobetriebe Und das macht einen Anteil der Fläche von unter drei Prozent aus.
00:10:54: Also, zwei Komma acht Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im KSW Nürburgring wird ökologisch bewirtschaftet so und da einfach mal so eine zahl zu haben.
00:11:03: also wir sprechen von drei Prozent Ökolandbau und sieben neunzig Prozent kommerzielle Landwirtschaften.
00:11:08: So und von diesen Betrieben sind viele Betriebe einfach reine Grünland betriebe.
00:11:15: das heißt die haben Wiesen Sie haben manchmal Dazu ein paar Winder oder sonstige Tiere, die das Graschen überwerten können, treten aber so am Markt häufig gar nicht unbedingt auf.
00:11:25: Sondern verkaufen dann ihre Rinder an einen Vierhandlar der die dann weitervermarktet.
00:11:31: und das sind ja meistens auch einfach Nebenerwerbsbetriebe, wo der Mann oder die Frau, die den Betrieb betreibt, einen Job hat, arbeiten geht und am Abend sichtern um die Tiere unter oder die Lampage kümmern.
00:11:45: Das ist jetzt alles so ein bisschen, um das einfach einzordnen.
00:11:47: Das sind keine genauen Zahlen aber kann ungefähr sagen sodass wir uns dass sich so Hälfte aufhalten.
00:11:52: Das heißt, wir haben eine Hälfe der Betriebe die ungefähr nur Grünland machen, die am Markt nicht wirklich auftreten mit ihren Produkten und wir haben die andere Hälften der Betrieb also diese fünfundzwanzig Die auch in einer Direktvermarktung aktiv sind, die einen eigenen Hofladen haben, die versuchen jeder Produkte auch an den Kunden abzugeben Und das funktioniert nicht nur mit Fleisch sondern dann haben sie meist noch Kartoffeln, Gemüse oder Geteiltebau wie auch immer.
00:12:15: Und was sind jetzt die Herausforderungen dieser Betriebe?
00:12:17: Also für diese Betriepe mit diesen twenty-fünf Betrieben arbeiten wir natürlich im Projekt zusammen weil für die ist das ja gerade interessant auch Vermarktung zu entwickeln wenn sie selber am Markt auftreten.
00:12:28: und für diese betriebe gibt es natürlich ganz viele Herausforderungen.
00:12:32: aber die Herausforderung die wir in der Ökomoderregion so ein bisschen angehen isst die Kommunikation.
00:12:39: warum?
00:12:40: Warum Bio?
00:12:41: Warum Regionalbio?
00:12:43: Was steckt dahinter, was hast du als Konsumentin und Konsument für Vorteile wenn du regional und bio kaufst.
00:12:52: Wir versuchen dieses Thema Kartoffeln ist ein ganz präsentes bei uns im Kreis Wendelböcke.
00:12:58: wir haben ich kann es gar nicht in Zahlen sein Ich würde sagen so roundabout acht bis zehn Betriebe die im Kartoffelbau stark sind im Ökoland Bereich Aber dann auch direkt solche Mengen produzieren, dass wir in der Theorie jedes Restaurant im Kreisen in Lübcke und jede Großkirche überliefern könnten.
00:13:16: Nur was braucht die Gastronomie?
00:13:19: Die Gastronomie braucht nicht die ungeschälte dreckige Kartoffel vom Acker sondern sie braucht am besten die vorgeschälten eingeschweißte vielleicht sogar vordergarte geschnittene Gewürfelte wie auch immer Kartoffeln.
00:13:33: Und diesen Verarbeiter dazwischen den haben wir nicht Der fehlt Und den hat wird man soweit, ich weiß ja mit dem Kiebelzhof gefunden in Gütersloh über den Bio-Kartoffeln vorgekochter und geschälter Konditionierung angeboten werden kann.
00:13:50: Aber da fies jetzt noch keine wahre Ausmittelübecharakt.
00:13:53: so Wenn man das jetzt regional weiter denkt dann müsste man sagen okay wir müssen diesen Verarbeiter suchen oder wenn es ihn nicht gibt müssen wir diese Verarbeitungsstrukturen aufbauen.
00:14:02: Das ist auch Teil der Arbeit ein großes, dickes, schweres Brett mit vielen Erslöchern was man da bohren muss und gleichzeitig ist das natürlich etwas was uns als Region extrem nach vorne bringen würde.
00:14:16: Es ist schon sehr sinnstiftend zu fördern und dass dann auch mehr... Also es hat man eben im Vorgespräch noch gar nicht so mit den Zahlen genannt.
00:14:28: tatsächlich war mir jetzt auch gar nichts so bewusst.
00:14:31: ich meine ich hatte auch kein Gefühl für dass es nur drei Prozent Ökobauern sind bei uns im Kreisen in Lübcke.
00:14:40: Sieben, neunzig konventionell.
00:14:42: Das war ganz schön also... Ich bin ein bisschen geschockt über diese Zahl muss ich sagen.
00:14:48: Also ein bisschen mehr gehofft gedacht aber gut und die haben im Schnitt von was?
00:14:54: Wenn das ein Öko-Bauer ist, von welcher Größe sprechen wir dann?
00:14:59: Wie viel haben sie denn zu bewirten und zu bearbeiten?
00:15:03: auch Das ist auch vielleicht mal nach der Arbeit machen, wo ich gerade so dachte.
00:15:08: Boah das ist aber schon auch dann manchmal sportlich vielleicht?
00:15:12: Definitiv!
00:15:13: Also ja das ist es.
00:15:15: also.
00:15:15: wir haben eine ganz große Bandbreite an Betrieben in der Größe zumindest im Kreisländerwirk.
00:15:22: Wir haben den zwei drei Hektar spezialisierten Gemüsebaubetrieb mit Gewächshausflächen die auf ganz kleiner Fläche einen sehr großen Ertrag bringen weil ihr natürlich im Gemüsebau viele Setzlinge nacheinander setzen kannst, im Gewächshaus eine hohe Produktivität hast.
00:15:42: Und wir haben aber auch den sixhundert Hektar Großbaubetrieb mit Schweinerhaltung und Biogasanlage, der einfach dann auf großer Fläche Getreide produziert hat.
00:15:55: Natürlich geht diese Ware nicht zum Großteil nicht in die Region, sondern wird natürlich überregional verkauft.
00:16:03: Weil es dafür gar nicht die Absatzmerkli hier gibt.
00:16:06: Aber das ist für die Bandweite und wir haben halt jährlich alles.
00:16:09: Wir haben vom reinen Grünanbetrieb bis zum reinen Ackerbau Betrieb bis zu dem Gemischbetrieb mit Rinderhaltung bis zum Gemisch betrieb in Hühnerhaltung, Geschweinerhaltung Schaffhaltung Ziegenhaltung Gemüsebau in jeglicher Art und Weise Haben wir alles um.
00:16:24: das macht uns als Region auch aus weil diese Heterogenität in der Landwirtschaft Die ist für uns als Ökomodärregion natürlich extrem interessant, weil wir alles abbilden.
00:16:34: Also natürlich nicht alles aber vieles abbildet können und das kann andere Regionen nicht so gut und deswegen haben wir auch das große Potenzial uns hier in diesem Bereich zu entwickeln.
00:16:45: Das mit den Kartoffeln hast du eben schon erzählt?
00:16:48: Dass da eine Herausforderung ist dass wir so viele haben oder es so viel gibt Erträge und dann aber in die Frage ist, wie wird es abgesetzt?
00:16:59: Wo kommt's hin?
00:16:59: Wer kanns kaufen.
00:17:02: Und ja das ist halt für die Gastronomen natürlich... Also ich musste so schmunzeln als du gesagt hast weil ich einen Gastronom früher aus dem Außendienst noch kenne wo die Mama wirklich selber damit im Eimer saß und geschält hat.
00:17:13: Das war ihre Aufgabe für den Tag oder überhaupt.
00:17:17: Natürlich ist das auch sehr zeitaufwendig und viele gar nicht mehr so machbar oder gar nicht möglich.
00:17:24: Was ist sonst im Moment so deine, also das mit den Kartoffeln habe ich jetzt gerade verstanden.
00:17:29: und was gibt es sonst noch?
00:17:30: So etwas wurde zu sagen.
00:17:32: Eins zwei drei wenn du das so ein bisschen klassifizieren würdest was darf noch mehr oder anders einen Absatz finden oder seinen Weg finden auf auf dem Teller zu kommen?
00:17:41: Ja spannende Frage!
00:17:42: Also auf Platz eins umgeschlagen und mit wahrscheinlich großem Abstand erstmal die Kartoffel weil's ein verbreitetes Produkt hier in der Region ist die ganz jährlich liefern könnten, also die Mengen dafür sind auf jeden Fall da.
00:17:57: Und weil es ein Stück weit natürlich auch irgendwie im Produkt ist was zu dieser Region passt.
00:18:02: Was können wir noch?
00:18:03: Also an Platz zwei wenn man das jetzt ganz mengenmäßig betrachtet, an Platz Zwei steht wahrscheinlich dann das Fleisch und wir entwickeln uns zwar in Richtung weniger Fleisch vegetarisch begann und natürlich sind auch da die Betriebe dran und wollen auch gucken dass sie da diesem Trend auch irgendwie davon profitieren.
00:18:23: Aber der Ökolandbau hat ja ein Kredo und zwar ist das die Kreislaufwirtschaft, dass wir sagen naja also was wir da auf dem Acker produzieren, das müssen wir ja wieder in diesen Betrieb zurückführen.
00:18:34: Und es funktioniert einfach sehr gut mit Tieren weil du dann das Futter verwertest, die Tiere produzieren misst, der kann wieder als Dimmer verwertet werden usw.. Also das ist nie ein geschlossener Kreisloch aber nah dran ist.
00:18:47: Und deswegen ist die Tierhaltung Ökolandpa auch verbreitet, es gibt Verbände, die das sogar vorschreiben, dass Tiere auf dem Hof sein müssen.
00:18:55: Natürlich ist das nicht überall aber das ist schon sehr verbreit und insofern haben wir einfach Fleisch was vermarktet werden kann und auch in einer hohen Qualität.
00:19:05: Das ist natürlich aber auch wieder ein heikles Thema oder Produkt auch weil es erstens hochpreisig ist und zweitens wir dann ja auch gucken müssen was braucht der Gastronom?
00:19:15: die Gastronomin braucht halt meistens nicht.
00:19:18: Also natürlich gibt es da auch Gastronomien, das verarbeiten aber die Beinscheibe oder was auch immer was für Teile vom Rind- oder Schwein, die ja die so keine Vermarktung finden sag ich mal also die ganzen kurz gebratenen Stücke, dass ist einfach die zu vermarkten, die Sticks, die Schnitze und was auch ever.
00:19:36: Aber es ist ja diese ganze Körperverwertung, die dann im Raum steht from nose to tail oder gibt ja ganz tolle viele Begriffe dafür.
00:19:44: Da ist natürlich der Landwirt schon irgendwie daran interessiert.
00:19:47: Also so eine Kooperation in einer Gastronomie, die dann sagen naja wir brauchen was weiß ich?
00:19:52: Sechzehn Kilogramm Phyllis im Monat ja das sind dann irgendwie vierzig Schweine.
00:19:58: und wohin mit dem ganzen anderen Kram?
00:20:00: also so ein Schwein hat ja nicht nur Phylles oder wie auch immer Und das ist auch ne Herausforderung.
00:20:06: Ich bin da ganz offen auch für Gespräche, dass wir die Gastronom und die Landwirte da zusammenbringen.
00:20:13: Und sie dann einfach gemeinsam überlegen, wie kann es denn funktionieren?
00:20:16: Da findet sich immer ein Weg.
00:20:18: Aber genau deswegen ist das Fleisch für mich auf jeden Fall auf dem zweiten Platz was die Vermarktung angeht.
00:20:25: Naja und drei ist dann das Gemüse so und das ist jetzt ein bereithalter Begriff weil das kann alles sein.
00:20:32: aber Also was wir hier können ist, ist ja vor allem auch so dieses ganze Feingemüse.
00:20:37: Salate, Tomaten... Ja alles was irgendwie nicht Wurzelgemüse ist also Möhre, Zwiebel.
00:20:46: Die Betriebe haben wir auch die das anbauen aber im Kreisen und in Lübecke.
00:20:49: tatsächlich sieht man da mehr in diesem Feingermüsebereich unterwegs als ein Feld-Gemüselbereich und deswegen wäre generell aber Gemüse für mich auf jeden Fall Platz drei in der Vermarktung.
00:21:03: Ja, wir hatten eben schon kurz über die Kartoffel gesprochen und das gleiche Problem ist es beim Gemüse genauso.
00:21:07: Das muss dann häufig auch geschält sein.
00:21:10: Zumindest für die Großkliniken.
00:21:12: Da in dieser Gastronomiebetriebe können auch mit anderen Produkten umgehen können manchmal auch Kartoffeln annehmen, die nicht geschält sind.
00:21:17: aber das muss dann ja irgendwie alles passen.
00:21:21: Magst du uns nochmal ganz kurz mitnehmen?
00:21:23: Also Ökomodellregion kommt ja aus dem Land NRW.
00:21:26: Es ist gefördert sozusagen oder ein Projekt vom Land NRWe.
00:21:30: Das heißt wo gibt es... dieses Ökomodellregion, dieses Projekt noch zu finden.
00:21:35: Wo hast du deine Kollegen sozusagen?
00:21:37: und dann ist es ja auch von der Region zur Region unterschiedlich?
00:21:41: Ist das ein für immer-und-ewig-Projekt?
00:21:45: Also darfst du das weiter tun bis du nicht mehr möchtest oder nimm uns da mal kurz ein bisschen mit?
00:21:51: Ja also dass das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
00:21:56: Das erstmal um das einzuordnen in welchem in welcher Branche das auch so angesiedelt ist.
00:22:01: Und damit zeigt sich ja schon, dass der Fokus halt darauf liegt die Landwirtschaft hier vor Ort zu entwickeln wenn es aus dem Ministerium für Landwirtschaft kommt.
00:22:09: Wir sind in NRW-Vökumodeeregionen bisher und zwar neben dem Kreis Nürnbücke ist das Münsterland, der die Region Niederwallen, das bergische Rheinland und den Kreis Höchster und wir sind natürlich eng vernetzt und sind ein Team das zusammenarbeitet.
00:22:29: Und gleichzeitig muss man sich dann ja immer fragen, wie regional sind dann Produkte die jetzt beispielsweise in Wien und Lübecke aus dem Bergischen Rheinland kommen würden?
00:22:36: So.
00:22:36: Und deswegen sind natürlich die Region immer eigenständig aber sie arbeiten wenn es sich anbietet natürlich zusammen.
00:22:43: Ja wir haben so einzelne Projekte, die wir dann gemeinsam bearbeiten.
00:22:49: Wir haben Projekten, die der Region für sich macht und wie die Schwerpunkte in den Regionen gesetzt sind das kommt hier auch auf die Region an.
00:22:57: Ich habe das eben schon gesagt, bei uns gibt es irgendwie viel Falt in der Landwirtschaft.
00:23:03: Nimm wir jetzt mal das Bergische Rheinland.
00:23:04: da gibt's halt sehr, sehr viel Grünland weil die Flächen dann irgendwann so hangig und so steil werden dass sie auch nicht als Ackerfläche zu nutzen sind.
00:23:12: Und dann gibt´s natürlich einen deutlichen überhanden Fleisch Weil diese beiden müssen ja beweidet oder genutzt werden.
00:23:17: Das kann halt nur der Wiederkäuer So.
00:23:19: und da ist dann halt dieser Rinnefleischbemarkteln vor allem ein Thema.
00:23:22: Also das ist dann von Region zur Regierung ein bisschen unterschiedlich.
00:23:26: Es ist aber überall gleich, dass wir so ein bisschen in diesem Bereich nicht mehr ein bisschen... Dass wir in dem Bereich außer Hausverpflegung wollen mit mehr Bio- und Regionalität.
00:23:34: Also das für dieses Thema Gastronomie und Großküche in jeder Region spielen.
00:23:38: Das ist wichtig ne?
00:23:39: Ist das mehr?
00:23:41: Weil alleine kriegt man dann doch manchmal nicht weiß ich nicht wie er.
00:23:45: Jetzt hatte ich fast gerade Predigen das auch schon länger, aber jetzt nicht rein Bio sondern auch regional.
00:23:50: Aber der Local Eater ist ja auch eine Einmarke von Windmann die wir auch schon lange auf dem Markt haben oder nach... also schon länger haben.
00:23:58: Man darf einfach dran bleiben ne?
00:24:00: Es ist schon ein größeres Thema und müßig Und es ist manchmal nicht so schnell verkauft wie vielleicht Oder so schnell drehend und laufend und einfach mit einem Fingerschnipsen getan man das vielleicht mit anderen Produkten hat oder es ist dann auch nicht immer so präsent für die Außenstehenden.
00:24:22: Bei uns geht's ja auch um Regionalität, aber natürlich sind ein paar Kredos noch mal dahinter.
00:24:29: Aber was ich damit sagen will ... Es ist jetzt auch nicht eine Reihe, die wir ausschließlich nur verkaufen, das möchte ich.
00:24:36: damit
00:24:43: Steigt in Deutschland generell der Umsatz mit Bio Lebensmitteln steigt und zwar sehr, sehr gesund und gut.
00:24:52: Aber wo steigt er?
00:24:53: im Discount und vor allem im Discound aber auch im Druckeriemarkt beispielsweise?
00:24:59: Und ja nicht unbedingt in der Gastronomie oder in der Großküche natürlich auch und da gibt es immer wieder tolle Beispiele.
00:25:08: Aber das macht jetzt nicht die... BIO-Wachstum aus oder so, sondern es ist eher eine langsame Bearbeitung.
00:25:16: Und wir merken das vor allem dass wir Produkte mit dem CredoBio gar nicht unbedingt an die Leute kriegen, sondern eher mit diesem.
00:25:25: Du weißt woher's kommt?
00:25:27: So du hast ein Gesicht zum Erzeuger zu Erzeugern.
00:25:30: Wir zeigen dir woher es kommt und wenn du das ganz genau wissen willst dann fährst du dahin und guck sie das an.
00:25:35: Und das ist so ein bisschen unser Credo, wir haben ja auch eine Regionalmarke gegründet die Landschätze.
00:25:41: Die dann genau das machen soll nämlich die Gesichter dahinter zeigen die Gesicht zu den Betrieben zeigen und dann erschließt man sich das Thema Bio und Regionalität von ganz alleine.
00:25:52: Und noch gar nicht definieren was jetzt für einen regional ist sondern dann sind es halt einfach die Gesichtern die man zeigen kann und soweit ich das weiß macht ihr das ja bei Lokaliter genauso dass er einfach guckt dass der gar nicht sagt so sagen jetzt ganz streng, das ist für uns Regional.
00:26:05: Sondern schaut welche Betriebe machen für uns Sinn?
00:26:09: Was passt zu uns?
00:26:11: Was ist unsere Identität und diese Betriebelisten wir auf um ja sie auch als regionales Sortiment dann quasi anbieten zu können.
00:26:20: Auf jeden Fall sollte es nicht zwingend ein Bio-Siegel drauf haben sondern wir gucken uns schon den Hof vor Ort an Wir fahren mit Kollegen da hin also ich weiß nicht bei jedem Hof dabei her aber Wir gucken mir die Arbeit, wir lassen uns das erklären.
00:26:32: Natürlich gucken wir auch was die Tiere zu füttern und ja wie sind sie vor Ort usw.
00:26:38: Und wie das alles so gehandhabt wird und dementsprechend wird es dann entschieden.
00:26:43: natürlich gibt's ein paar Kriterien die erfüllt werden dürfen.
00:26:46: Wie gesagt, es muss nicht zwingend immer gleich ein Bio-Stempel drauf sein.
00:26:48: Und dennoch ist es regional und wenn Local Eater drauf steht, ist das halt auch drin.
00:26:52: Und dann kann man sich gewissern, wir waren vor Ort und haben den Hof in unserem Niveau gelegt.
00:27:00: Man kann hinfahren genauso wie die Gänse im Winter zur Weihnachtszeit oder eben unsere Eier von Meier zu Wischenfelde.
00:27:08: Gastoni aus Rinteln, das ist so Schaumburger Land
00:27:12: usw.,
00:27:12: also da gibt's einige!
00:27:14: Und ja, da sind schon ganz coole Bauern dabei und spezielle oder coole Produkte auch kann man nicht anders sagen.
00:27:22: Hast du mal irgendwas was ich vergessen habe zu fragen?
00:27:25: Wo du sagst das müssen wir auf jeden Fall noch erzählen!
00:27:27: Das muss jeder hören.
00:27:29: Jetzt aus Projektsicht können wir über diesen Teil in Nährungsbildung sprechen obwohl das jetzt hier auch nicht unbedingt etwas ist was jetzt direkt mit der Gastronomie zu tun hat.
00:27:40: Natürlich
00:27:41: aber Andererseits die Kunden von morgen.
00:27:44: Also ja, es ist so ein bisschen das vielleicht.
00:27:48: Ja also wir als Ökomoderie haben natürlich auch den Auftrag ein bisschen zu gucken wie bringen wir das was wir da an Arbeit machen?
00:27:57: Auch irgendwie in die Öffentlichkeit und an die Menschen.
00:27:59: Und gerade für die Betriebe ist das ja wichtig dass die Leute auf Wert schätzen was sie dafür Arbeit leisten auf den Betrieb und das auch sehen.
00:28:08: und deswegen haben wir uns als Kreisen in Lübecke jetzt konkret dazu entschieden, dass wir einen Bildungsprojekt starten.
00:28:14: Das nennt sich Lernort-Leinwirtschaft im Jürgenkreis und es geht darum, dass die Schulen, wenn sie sich im Unterricht mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigen – das ist in der fünften Klasse, das ist eine zehnten Klasse und dann in der Oberstufe nochmal -, aber auch im Grundschulaltern natürlich, dass diese Klassen auf die Höfe bringen und pädagogisch sinnvolle Module schaffen.
00:28:38: Es geht nicht darum den Pausenklauen vor den Sommerferien zu spielen, sondern dass wir ein erarbeitetes Modul haben was dann beispielsweise den Weg zeigt.
00:28:47: wie entsteht Milch.
00:28:49: Wie entsteht eine Kartoffel?
00:28:51: Wie entstehen Gemüse?
00:28:52: und da haben wir uns mit Betrieben zusammengesetzt die dann auch beispielsweise mit dem Bödenhof in Minn.
00:28:58: Da kannst du mit der Klasse hinfahren und dann säht ihr Gemüsen aus und auf einem anderen Stück hat es Das Team des Bühnen hat sich schon mal Gemüse angebaut und dann könnt ihr die Möhre, die ihr vorher gesellt habt gerade auch direkt ernten.
00:29:11: Und seht was daraus wird!
00:29:13: Ich hatte das ja vorhin schonmal erwähnt dass ich irgendwie als Kind schon viele Berührungspunkte mit Gemüsekarten und generell Selbstversorgung hatte.
00:29:21: Wenn man sieht wie weit entfernt manche Kinder von Lebensmitteln sind, von der Herkunft von Lebensmittel sind in dem Verständnis wie es entsteht ist das eine extrem wichtige Arbeit Unterstürzt alle in der Kette, weil es dazu führt dass die Leute verstehen was für eine wertvolle Arbeit das ist und dass das auch einfach was Wert ist.
00:29:44: Und vielleicht auch mehr preiswert ist.
00:29:47: ja Das ist auch ein Teil der Ökomodär Region mit Lübecke diese Ernährungsbildung Mit der wir versuchen genau die Kundschaft von morgen irgendwie ein Stück weit darauf aufmerksam zu machen Wenn ihr zukünftig in Restaurants geht, dann schaut mal woher es kommt oder nehmt einfach das Essen vielleicht auch mehr wahr im Sinne von ihr wisst auch wie's produziert ist und was da auch hintersteckt.
00:30:12: Und warum denn?
00:30:14: Es nicht immer billig sein kann.
00:30:17: Ja ja genau.
00:30:18: Nicht...ja und ich muss ne zinkt ja und ich kann ja so recht Und da fällt mir das Überspitzte ein, dass manche Kinder gar nicht wissen, dass Pommes eigentlich Kartoffeln sind oder aus Kartoffel produziert werden.
00:30:32: Da können wir lange darüber sprechen.
00:30:35: aber es ist also erschreckend was da an Wissen noch da ist und ich kann das ja auch nicht mehr im Vorwerfen wenn ich in der Großstadt wohne vielleicht nicht mal Bakon habe gar keinen Bezug irgendwie dazu haben kommt das her was ich da im Supermarkt kaufe und mir meine Eltern das vielleicht doch gar nicht zeigen wollen, weil sie es selber schon nicht mehr erlebt haben.
00:30:54: Wie soll ich jetzt als junger Mensch denn wahrnehmen?
00:30:56: Und wenn dann die Schule als Bildungsort das auch nicht vermitteln kann, weil Sie ja, weil sich gar nicht rausfahren können auf die Höfe untersehen können, dann wird's natürlich immer schwierig.
00:31:07: Ich habe beim Sommerfest – ich sage das immer wieder als Beispiel aber bei dem Sommerfest des Kreises hatte ich ein Saatguck-Quiz mit da war Weizengerste und dass man das jetzt nicht voneinander unterscheiden kann.
00:31:16: als Laie, da hab' ich gar keinen Stress mit.
00:31:18: Wenn man dann die Bohnen nicht vermeist unterscheiden kann, dann sind wir einfach an einem Niveau angelangt.
00:31:25: Da müssen wir dran arbeiten.
00:31:26: Das muss zur Allgemeinbildung gehören, dass die Leute wissen was sie essen.
00:31:31: Meinst du das jetzt ernst?
00:31:33: Ja leider meine ich das ernst.
00:31:35: ja also es ist wirklich so.
00:31:37: da kam ein junger Menschen auf mich zu und ich habe gesagt er hat getreide und dann denke ich mir Und das ist die Problematik.
00:31:44: Vielleicht auch ein Stück weit natürlich in dem Alter noch nicht, dass sie sich den noch nicht damit auseinandergesetzt haben.
00:31:52: Aber auch diese Menschen essen ja schon seit einigen Jahren irgendwas und es wäre ja toll wenn die sich auch ein bisschen darüber bewusst sind was sie denn eigentlich isst?
00:32:01: Das ist ein schöner Schlusssatz finde ich!
00:32:04: Ja es ist ein so vielschichtiges Thema und ich glaube wir könnten noch mehr sprechen habt ihr es ja vorhin schon gesagt.
00:32:08: Ich mache nicht so lange aber hat nicht geklappt.
00:32:13: Danke dir für deine Zeit, Florian und dass du bereit warst hier den Raum aufzumachen.
00:32:18: Für alle die ein Podcast hören wollen sich einfach mal anhören wollen was macht ihr Öko mit der Region?
00:32:24: Und ja ich bin auch ein Stück weit stolz nicht nur das Laster ist bei unserem Unternehmen oder dass wir als Unternehmen auch in euch zusammenarbeiten und connecten und andersrum genauso.
00:32:34: also ich finde super genau das bedarf bedarf es einfach her.
00:32:38: vielen lieben dank dafür
00:32:40: Sehr gerne.
00:32:41: Ich war
00:32:41: für die Zuhörer und ja, Zuhöhrerinnen ganz viel für sich mitnehmen konnten oder auch neugierig geworden sind von Anfang an mal zu hören was Ökomodellregion, Höll so was gibt es?
00:32:55: Was machen die warum?
00:32:57: Was macht ihr mit Windmann?
00:32:58: also vielen lieben Dank wenn du bis hierhin gehört hast und alles Liebe und bis zum nächsten Interview.
00:33:03: Danke Florian!
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